Usedom ist ein Paradies für Fotografen und Filmer. Doch wer mit der Drohne unterwegs ist, stellt sich schnell die Frage: Wo darf ich eigentlich abheben, um epische Aufnahmen zu machen, ohne mit den strengen Naturschutzregeln der Insel in Konflikt zu geraten?
Hier sind meine drei Lieblingsorte, an denen das Fliegen (unter Einhaltung der Basisregeln) legal ist und du garantiert tolle Bilder mit nach Hause nimmst.
Spot 1: Die Seebrücke in Koserow (Die Moderne)
Die Seebrücke in Koserow ist architektonisch ein absolutes Meisterwerk und hebt sich komplett von den klassischen Brücken der Kaiserbäder ab. Ihre geschwungene Form, die hölzerne Optik und der integrierte Sonnenuntergangs-Deck machen sie aus der Luft zu einem genialen Fotomotiv.
Mein Foto-Tipp: Nordwestlich von Koserow, zwischen der B111 und der Hauptstraße, gibt es eine große Wiese, von der aus du deine Drohne starten lassen kannst. Fliege senkrecht nach oben. Wenn du die Baumhöhe erreicht hast, wächst das Panorama der Ostsee mit jedem Meter. Jetzt kannst Du parallel zur Küste Richtung Koserow fliegen, so kommst du der Seebrücke näher. Nutze auch die Zoom-Funktion Deiner Kamera. Das Zusammenspiel aus den Wellenformen der Ostsee und den geschwungenen Linien der Brücke sieht aus wie ein modernes Kunstwerk. Wichtig: ausreichend Abstand zur Küstenlinie lassen und den Flug rechtzeitig vor der Seebrücke stoppen, um die Sichtweite zu wahren und nicht über Menschen oder Privatgrundstücken zu fliegen!
Spot 2: Der Schloonsee in Bansin (Die versteckte Oase)
Während alle Welt im Kaiserbad Bansin nur auf den Strand blickt, liegt das wahre Drohnen-Juwel direkt dahinter: der Schloonsee. Hier erlebst du den perfekten Kontrast zwischen der tiefblauen Wasserfläche der Ostsee, dem grünen Umland des Schloonsees und den schönen Fassaden der Bäderarchitektur.
Mein Foto-Tipp: Dieser Spot ist perfekt für den Nachmittag oder den Sonnenuntergang. Nutze zum Starten deiner Drohne den Platz auf der Nordwest-Seite des Sees und fliege auf den See hinaus. Richte den Blickwinkel nun nach Heringsdorf (nachmittags) oder zur Bansiner Seebrücke (bei Sonnenuntergang) aus. Nutze langsame gleichmäßige Flugbewegungen und beachte den Abstand zu den Häusern.
Spot 3: Die Promenade in Ahlbeck (Klassische Eleganz)
Die historische Seebrücke und die angrenzende Promenade in Ahlbeck versprühen puren Nostalgie-Charme. Aus der Luft wird erst richtig sichtbar, wie elegant sich die weißen Villen und die Dünenlandschaft aneinanderreihen.
Mein Foto-Tipp: Halte dich strikt an die wichtigste Regel: Überfliege niemals die Menschen am Strand oder auf der Promenade. Nutze stattdessen die frühen Morgenstunden oder den späten Abend. Wenn die Insel noch oder schon schläft, fängst du die Promenade in einer unberührten, friedlichen Stimmung ein. Nutze zum Starten deiner Drohne die freien Flächen in der Nähe der Seebrücke.
Was du vor dem Abflug wissen musst
Alle drei Spots sind wunderschön und legal befliegbar. Dennoch solltest du vor jedem Start kurz deine Flug-App (wie Droniq oder DIPUL) prüfen, ob sich tagesaktuell etwas geändert hat. Wenn du wissen willst, welche Regeln auf Usedom generell für Nationalparks und Wasserstraßen gelten, lies unbedingt meinen kompakten Artikel “Drohne fliegen auf Usedom – Regeln und Verbote”